Sammeln von Informationen für Anfänger

“Der Weltraum ist verdammt gross. Du glaubst vielleicht, die Strasse
runter bis zur Drogerie ist eine ganz schöne Ecke, aber das ist einfach
ein Klacks dagegen.” Douglas Adams

Dieses Zitat stammt aus “Per Anhalter durch die Galaxis” und man kann wirklich sagen das Douglas Adams recht hat. Aber änliches trifft auch auf das Internet zu und somit auch auf die Informationsvielfalt. Wie findet man denn für einen selber relevante Informationen und, viel besser noch, wie konsumiert man die viele Information?

Sicherlich gibt es viele Wege nach Rom, aber dieser hier ist meiner. Ebenfalls folgen nun Informationen, die einige von euch im Schlaf beherrschen und andere nicht. Aber jeder Artikel sollte ohne Vorwissen zu konsumieren sein oder?

Das erste was wir brauchen ist ein “Feed-Reader”. Der Feed-Reader ist zumindest bei mir die Sammelstation für alle Information. Nachrichtenseiten, Blogs, Twitter, Foren und viele andere Informationsquellen geben RSS-Feeds aus. Die Feeds kann man in Feed-Readern abonnieren. Das hat den Vorteil, dass man z.B. neue Artikel automatisch angezeigt bekommt und nicht extra auf die einzelnen Seiten schauen muss helpful site.

Abonnieren kann man diese über das RSS-Symbol

Beim anklicken bekommt man eine entweder eine Auswahl an Feedreadern angezeigt oder muss den Link, der hinter dem Symbol steckt, in den Feedrader kopieren.

Es gibt viele Feed-Reader. Für Windows, MacOS und Linux. Aber ich benutze den webbasierten “Google Reader” und wie ihr sehen könnt habe ich schon ein paar RSS-Feeds gesammelt. Hier wird natürlich nur die Anzahl der noch zu lesenden Artikel angezeigt. Ich habe eine Kategorie “Netzartig” in der ich für mich die interessantesten Feeds aus 40 Blogs zusammenfasse. Diese lese ich in der Regel immer zuerst den hier sind größere Blogs abonniert. Nachrichtenportale der klassischen Medien habe ich extra kategorisiert, weil diese oft auch für mich uninteressante Informationen enthalten. Ein paar “Nicht-TOP10-Blogs”, die für mich interessante Informationen enthalten, haben bei mir ebenfalls eine Extra-Kategorie, denn hier gefunden Artikel sollten verlinkt werden damit auch die kleineren mal größer werden. Woher soll man sonst den Wirrwarr-Blog oder den Beilagen-Blog kennen?

Insgesamt habe ich ca. 200 Blogs abonniert- Sorry, ich war zu faul Sie zu zählen. Aber natürlich kann man nicht alle Artikel lesen. Ich gehe oft auch nur schnell die Kategorien durch und richte mich nach der Überschrift und durchfliege den Inhalt grob bevor ich entscheide, was ich “markiere”. Die markierten Artikel sind bei mir die besonders wichtigen und werden später genau gelesen. Grundsätzlich gilt:Erst einmal abonnieren, nicht kategorisieren und die nächsten 5 Artikel abwarten. Erst dann weiß man, ob das Blog was für einen ist oder nicht.

Wem die Verlinkungen aus den Artikeln nicht reichen, kann das Blog seiner Wahl auch bei der Google Blogsuche, Technorati (International), in meinem Blogroll in meiner (noch unvollständigen) Seitenleiste   suchen oder mal bei den Blogcharts vorbeischauen.

So habe ich relativ schnell wichtige Informationen nach verlangen konsumiert und immer bei mir, weil ich mobil ja ebenfalls auf den Google Reader zugreifen kann.

Nun, Blogs und Nachrichtenportale sind natürlich nicht alles. Viele Foren sowie Twitter, Twittersuche etc. bieten RSS-Feeds. So, bräuchte ich garnicht in Twitter gucken um zu wissen ob mir jemand geschrieben hat und auch neue Foreneinträge bekomme ich automatisch.

An dieser Stelle mache ich mal Schluss, denn das man RSS-Feeds auch umbiegen kann erkläre ich ein anderes mal.

Vernetzungstheorie zu Monetarisierung

Wenn man mehr oder weniger von Null anfängt, wie es bei mir der Fall ist, dauert es natürlich bis man dem entsprechenden Besucherzahlen hat. Natürlich helfen hier die Trackbacks in den Kommentaren größerer Blogs. Allerdings finde ich Projekte, die viele kleine Blogger mit einander vernetzen, noch interessanter, weil man als Blogger die großen Blogs bereits kennt, aber die kleinen, die vielleicht genauso interessant sind kennt man nicht. Aber kann man die Vernetzung von vielen Blogs auch zum verdienen von Geld nutzen?

Diese Idee der Vernetzung hatten schon andere, z.B. die Spreeblickgründer und Sascha Lobo. Sie haben mit AdNation ein Netzwerk von Blogs gegründet, um in Gesamtheit einen Ansprechpartner für Werbung zu darzustellen. Leider ist hier die Tür für kleinere Blogger noch geschlossen, was angesichts der Tatsache, dass die größeren Blogs bereits rentabel laufen, etwas schade ist. Ebenso hatte AdNation in der Vergangenheit Probleme mit der Frage, welche Zielgruppe auf den angebundenen Blogs erreicht wird. Vielleicht sollte man diese Idee vielleicht noch folgendermaßen weiter entwickeln.

Nehmen wir an, man hätte 200-500 vernetze Blogs und dementsprechende Seitenaufrufe sowie Nutzerzahlen. Der erste Frage von Unternehmen ist an dieser Stelle:” Erreiche ich damit auch meine Zielgruppe?” Um diese Frage vorweg zu nehmen könnte man auf diesen Blogs Umfragen durchführen und konkrete Kategorien einrichten. Die Fragen könnten folgendermaßen aussehen:

  • Wie alt bist du? 6-15, 16-25, 26-35, 35-45 usw.
  • Bist du männlich oder weiblich
  • Welche Themengebiete interessieren dich: Technologie, Unterhaltung, Lifestyle, Internet, Entwicklung, Spiele etc.
  • Mindestens 10-12 Kategorien

Anhand dieser Umfragen könnte man seine Nutzerzahlen konkretisieren und in diese in Kategorien einordnen. Somit kann, mit der Menge an Blogs, themenspezifische Werbung angeboten werden. Bsp.: Werbekunde Esprit dürfte in den Gruppen:”Weiblich, 16-25 Jahre alt, Lifestyle” sicherlich schon richtig sein. Natürlich können Befragte lügen, aber ich denke der größte Anteil der Befragten wird das vermutlich nicht tun, da die Teilnahme freiwillig sein müßte.

Also, was braucht man nun dafür? – Vorweg: Viel Zeit!

  • Ein Analysetool, dass die Seitenaufrufe und Besucher nach Kategorien für alle vernetzen Blogs darstellen kann.
  • Ein Bannertool, welches die Blogs mit dieser Werbung befüttern kann
  • Ein Umfragetool, welches möglichst auf allen Blogs gleich ist
  • Genügend Blogs die mitmachen um eine entsprechende Reichweite zu generieren
  • Eine Firmenstruktur für die Abrechnung, Organisation und Marketing
  • Einen, der den Unternehmen die Werbekampagnen verkauft
  • Die vernetzten Blogs bräuchten einheitliche Bannerplätze
  • …und ein paar Köpfe, die die Idee weiter entwickeln

Man würde nun den Werbekunden nur noch Themengebiete und daraus die Besucherzahlen verkaufen. Dem Werbekunden kann es an dieser Stelle vollkommen egal sein, auf welchen Blogs er vertreten ist solange er nur bestimmte Werte in seiner Zielgruppe erreicht.

Gegebenenfalls muss die Idee natürlich noch weiter entwickelt werden und ebenso fraglich ist natürlich wieviel der einzelne Blogger damit verdienen kann, denn der Umsatz muss natürlich aufgrund der Reichweite aufgeteilt werden.

Was denkt ihr?

Konsumzeit

Ein größeres Problem das bei der Markenbildung eines Blogs entsteht ist, unter anderem, dass man ja nur ein gewisses Pensum an Zeit hat. Man will ja nicht nur belangloses bloggen und wer nicht hauptberuflich bloggt muss nun also die Recherchezeit möglichst effizient einsetzen.

Beim nachdenken hierüber ist mir aufgefallen, dass ich viel weniger Fernsehen gucke als früher. Das widerum liegt zu 98% daran, dass ich das Konsumgut meiner Wahl nicht konsumieren kann wann ich will. Beispiel: Californication läuft Montag Abend auf RTL2. Mit meinem, sich verändernden Verhalten, liege ich quasi voll im Trend. Das war 2001 noch anders, aber mittlerweile gucken z.B. die Jugendlichen mehr in den Monitor.

Ich würde mich auch natürlich freuen wenn nun die Sender, die Sendungen online stellen würden – meinetwegen auch mit Werbung. Manche Sendungen sind zwar online, aber leider nicht die “Blockbuster” oder sagen wir einfach “Sendungen die mir gefallen”. Hier wäre wünschenswert die Sendungen wenigstens für einen bestimmten Zeitraum online wieder zu finden. Obwohl wir davon, wie ich vermute aufgrund der Nachvollziehbarkeit der Zugriffszahlen, noch weit entfernt sind setzen die Fernsehsender immer mehr auf “Online”. Das ZDF hat die Mediathek, RTL findet sich auf einmal auf ITunes wieder und Prosieben hat ebenfalls ein stattliches Videoarchiv.

Dieses sind Indizien dafür, dass die Medienanstalten verstehen wie wichtig Video-on-demand, bzw. Videos online, ist . Denn die Konkurrenz schläft nicht. Und ich kann mir bei der neuen HD-Fähigkeit besseren Qualität auch gut vorstellen das Goolge das “Kino”-Angebot weiter ausarbeiten wird. Natürlich will man einen Spielfilm in anständiger Qualität vor dem Fernseher gucken, aber wenn es um die reine Information geht verzichte ich gern auf Qualität wenn ich das Video gucken kann wann ich will. Anbei noch die “neue” Qualität bei Youtube – gefunden bei Insideonlinevideo.com:

Normal:

Besser:

Trend für Onlinewerbung

“Man muss sich nur richtig verkaufen können”, sagte ein bekannter Blogger mal auf die Frage wie er es geschafft habe vom bloggen zu leben. Er hat einfach diverse Firmen angesprochen, ob diese nicht auf seiner Website werben möchten. Und das das evtl klappen könnte, sieht man an einem Artikel von Heise.de in dem analysiert wurde, dass der Online-Werbemarkt wächst.

Hier findet also gegebenenfalls eine Neueinteilung der Werbebudgets der Gewerbetreibenden statt. Die große Frage ist, wie diese nun verteilt werden. Die Segmentierung ist natürlich weitaus komplexer, aber zunächst würde ich die Unternehmen in drei Regionalklassen einsortieren.

1. Die Globalplayer! – Dazu zähle ich Konzerne die auf allgemeines Interesse stossen. Z.B. BMW. Diese werben einfach überall, weil sehr viele Leser zu deren Zielgruppe gehören könnten. Natürlich werden hier aber auch Reichweiten zugrunde gelegt. Den BMW wird auf einem kleinen Blog vermutlich wenig Werbung platzieren. Es sei denn die Seite wäre recht speziell.

2. Überregionale Unternehmen – Also Firmen die eine große Region z.B. ein bis zwei Länder als Zielgruppe haben und die wohl schwierigste Form darstellen können. Hier muss die richtige Balance zwischen struktureller Reichweite (bestimmte Gebiete) und Zielgruppenreichweite (Nur Gärtner interessieren sich für Saatgut) getroffen werden.

3. Regionale Unternehmen – Sie sind wohl die wichtigste Zielgruppe, weil Sie in Gesamtheit vermutlich im Vergleich zu den Konzernen und größeren Werbekunden den Großteil des Werbebudgetkuchens ausmachen. Viele müssen sich gegen größere Firmen im globalen Netz stellen Z.B. Ebay ist, wie wir alle wissen, auch für einen kleinen Lokalhändler Wettbewerb.

Aber natürlich ist diese Klassifizierung engstirnig. Denn ein kleines Geschäft, dass sich als Lieferant für “Sich-selbst-giessende-blumen” etabliert, wird sich schnell auch ohne Konzern ein Globalplayer. Letztendlich ist nur die “Zielgruppe” wichtig, oder noch viel wichtiger… der Nutzer, der die Werbung sieht, klickt und kauft!

Also muss ich, auch wenn er oft recht hat, in diesem Fall diesem Blogger wiedersprechen… Es geht nicht darum sich gut zu verkaufen! Es geht darum, Erfolg für seinen Kunden zu generieren. Nur dann wird er wieder bei mir buchen!

Sicher ist aber, dass sich die Landschaft der Werbung hier im Wandel befindet…

Wer schreibt?

Sebastian Oehlschläger ist Baujahr 1977 und schreibt hier privat. Das Blog dient der eigenen Reflexion, Dokumentation und dem potenziellen Leser zur Unterhaltung oder vielleicht auch der persönlichen Weiterentwicklung.

Die Themen kann man der Tag-Cloud und den Kategorien im Menü entnehmen. Ich schreibe hier privat zu den Themen Digital Lifestyle, Persönlichkeitsentwicklung und den Medien. Die Kategorie Unterhaltung ist über einen sehr langen Zeitraum gewachsen und wurde von einem meiner ersten Blogs hierher migriert.

Hintergrund:

Ich bin in einer Führungsposition im Vertrieb eines großen Verlagskonzerns tätig. In der Medienbranche bin ich seit 2006 und im Vertrieb seit 2001. Systematischer Vertrieb, CRM-System, Digitale Hilfsmittel, Führung und Kommunikation sind meine Leidenschaften.