Konsumzeit

Ein größeres Problem das bei der Markenbildung eines Blogs entsteht ist, unter anderem, dass man ja nur ein gewisses Pensum an Zeit hat. Man will ja nicht nur belangloses bloggen und wer nicht hauptberuflich bloggt muss nun also die Recherchezeit möglichst effizient einsetzen.

Beim nachdenken hierüber ist mir aufgefallen, dass ich viel weniger Fernsehen gucke als früher. Das widerum liegt zu 98% daran, dass ich das Konsumgut meiner Wahl nicht konsumieren kann wann ich will. Beispiel: Californication läuft Montag Abend auf RTL2. Mit meinem, sich verändernden Verhalten, liege ich quasi voll im Trend. Das war 2001 noch anders, aber mittlerweile gucken z.B. die Jugendlichen mehr in den Monitor.

Ich würde mich auch natürlich freuen wenn nun die Sender, die Sendungen online stellen würden – meinetwegen auch mit Werbung. Manche Sendungen sind zwar online, aber leider nicht die “Blockbuster” oder sagen wir einfach “Sendungen die mir gefallen”. Hier wäre wünschenswert die Sendungen wenigstens für einen bestimmten Zeitraum online wieder zu finden. Obwohl wir davon, wie ich vermute aufgrund der Nachvollziehbarkeit der Zugriffszahlen, noch weit entfernt sind setzen die Fernsehsender immer mehr auf “Online”. Das ZDF hat die Mediathek, RTL findet sich auf einmal auf ITunes wieder und Prosieben hat ebenfalls ein stattliches Videoarchiv.

Dieses sind Indizien dafür, dass die Medienanstalten verstehen wie wichtig Video-on-demand, bzw. Videos online, ist . Denn die Konkurrenz schläft nicht. Und ich kann mir bei der neuen HD-Fähigkeit besseren Qualität auch gut vorstellen das Goolge das “Kino”-Angebot weiter ausarbeiten wird. Natürlich will man einen Spielfilm in anständiger Qualität vor dem Fernseher gucken, aber wenn es um die reine Information geht verzichte ich gern auf Qualität wenn ich das Video gucken kann wann ich will. Anbei noch die “neue” Qualität bei Youtube – gefunden bei Insideonlinevideo.com:

Normal:

Besser:

Trend für Onlinewerbung

“Man muss sich nur richtig verkaufen können”, sagte ein bekannter Blogger mal auf die Frage wie er es geschafft habe vom bloggen zu leben. Er hat einfach diverse Firmen angesprochen, ob diese nicht auf seiner Website werben möchten. Und das das evtl klappen könnte, sieht man an einem Artikel von Heise.de in dem analysiert wurde, dass der Online-Werbemarkt wächst.

Hier findet also gegebenenfalls eine Neueinteilung der Werbebudgets der Gewerbetreibenden statt. Die große Frage ist, wie diese nun verteilt werden. Die Segmentierung ist natürlich weitaus komplexer, aber zunächst würde ich die Unternehmen in drei Regionalklassen einsortieren.

1. Die Globalplayer! – Dazu zähle ich Konzerne die auf allgemeines Interesse stossen. Z.B. BMW. Diese werben einfach überall, weil sehr viele Leser zu deren Zielgruppe gehören könnten. Natürlich werden hier aber auch Reichweiten zugrunde gelegt. Den BMW wird auf einem kleinen Blog vermutlich wenig Werbung platzieren. Es sei denn die Seite wäre recht speziell.

2. Überregionale Unternehmen – Also Firmen die eine große Region z.B. ein bis zwei Länder als Zielgruppe haben und die wohl schwierigste Form darstellen können. Hier muss die richtige Balance zwischen struktureller Reichweite (bestimmte Gebiete) und Zielgruppenreichweite (Nur Gärtner interessieren sich für Saatgut) getroffen werden.

3. Regionale Unternehmen – Sie sind wohl die wichtigste Zielgruppe, weil Sie in Gesamtheit vermutlich im Vergleich zu den Konzernen und größeren Werbekunden den Großteil des Werbebudgetkuchens ausmachen. Viele müssen sich gegen größere Firmen im globalen Netz stellen Z.B. Ebay ist, wie wir alle wissen, auch für einen kleinen Lokalhändler Wettbewerb.

Aber natürlich ist diese Klassifizierung engstirnig. Denn ein kleines Geschäft, dass sich als Lieferant für “Sich-selbst-giessende-blumen” etabliert, wird sich schnell auch ohne Konzern ein Globalplayer. Letztendlich ist nur die “Zielgruppe” wichtig, oder noch viel wichtiger… der Nutzer, der die Werbung sieht, klickt und kauft!

Also muss ich, auch wenn er oft recht hat, in diesem Fall diesem Blogger wiedersprechen… Es geht nicht darum sich gut zu verkaufen! Es geht darum, Erfolg für seinen Kunden zu generieren. Nur dann wird er wieder bei mir buchen!

Sicher ist aber, dass sich die Landschaft der Werbung hier im Wandel befindet…

Wer schreibt?

Sebastian Oehlschläger ist Baujahr 1977 und schreibt hier privat, wenn auch nicht immer in der 3. Person Singular. Es ist eigene Reflexion, Dokumentation und dient auch dem potenziellen Leser zur Unterhaltung oder vielleicht auch zu der persönlichen Weiterentwicklung.

Die Themen kann man der Tag-Cloud und den Kategorien im Menü entnehmen. Ich schreibe hier privat zu den Themen Digital Lifestyle, Persönlichkeitsentwicklung und den Medien. Die Kategorie Unterhaltung ist über einen sehr langen Zeitraum gewachsen und wurde von einem meiner

ersten Blogs hierher migriert.

Hintergrund:

Ich bin im Vertrieb eines großen Verlagskonzerns tätig. In der Medienbranche bin ich seit 2006 und im Vertrieb seit 2001. Systematischer Vertrieb, CRM-System, Digitale Hilfsmittel, Führung und Kommunikation sind meine Leidenschaften.

In meiner Jugend hätte man mich sicher Nerd genannt, wenn der Begriff damals schon salonfähig gewesen wäre.

Als Christ und mit einer starken Affinität zum Buddhismus versuche ich zum Wohle aller zu handeln.

Das macht aus mir einen menschenfreundlichen,Technik-affinen Vertriebler, der Hintergrundprozesse analysiert.