Wie kann ich mir kurzfristig Dinge merken? – Der Körperbriefkasten

Wenn Du Dir kurzfristig nicht viel merken kannst, dann hilft der Körperbriefkasten. Der Körperbriefkasten ist eine Memo-Technik die auf Visualisierungen basiert. Wie ich bereits geschrieben habe, gibt es unterschiedliche Lerntypen und nicht alle sind besonders im visuellen geprägt. Prägnante und absurde Bilder funktionieren aber auch bei den anderen Lerntypen mit unserem Gehirn recht gut. Welche Bilder bei Dir am besten funktionieren hängt von Dir selbst, deinen Erfahrungen und Leidenschaften ab.

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Ich kann nicht richtig lernen!? – Die VARK oder VAK Methode von Neil Fleming

Manchen Menschen fällt lernen schwer, manchen leicht. Mir fiel es im Besonderen in der Schule immer schwer, etwas zu lesen und dann auch später abrufbar zu haben. Was mache ich falsch? Wieso verstehe ich den Lernstoff nicht? Wie kann ich richtig lernen? Alles Fragen, die es sicher nicht nur in meinem Kopf gab.

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Der Weg zum besseren Gedächtnis

Ich hasse Schwächen, zumindest bei mir. Seit einigen Jahren stört es mich aber so sehr, dass ich versuche aus den Schwächen Stärken zu machen.

Kollegen, Mitarbeiter und Vorgesetzte wussten das von mir. Ich bin vergesslich. Nicht so vergesslich wie der Professor “Hastig” aus der Sesamstrasse, aber nah dran. Nun kann man sich vieles aufschreiben, aber eben auch nicht alles. Ich baute mir ein kleines Netz aus digitalen Hilfsmitteln. Das funktioniert für mich seit Jahren. Todo und Notizapps rauf und runter. Allerdings benötige ich immer meine Spielsachen – Das störte mich.

Vor ca. 2 Jahren hörte ich das erste Mal von Memotechniken, also Techniken die einem helfen sollen sich systematisch bestimmte Fakten zu merken. Viele dieser Techniken basieren darauf, dass man sich Bilder besser merken kann als Worte. Das Bild muss lediglich besonders sein bzw. “abgedreht”. Lustiger Weise kann ich mich tatsächlich an das erste Beispiel erinnern. Ein Kochlöffel der durch einen Fernseher gestochen ist. Wenn die Daten einen Bezug auf einen Fakt haben, den ich mir versuche zu merken, klappt das schon recht gut. Wenn ich einkaufen gehen wollte und Milch, Brot und Marmelade merken wollte, stellte ich mir mich vor. Einmal in Milch badend, einmal auf einem riesigen Brot springend und in einer riesigen Marmeladenschüssel sitzend.

Mit dieser Methode kann man sich also Fakten bzw. Begriffe merken. Irgendwann sah ich eine Krimiserie, in der ein sog. Gedächtnispalast erklärt wurde. Der Protagonist konnte sich unglaublich viele Fakten merken. Dieses ist nur eine Erweiterung der Bildermethode. Man verknüpft jedes verrückte Bild nur mit einem bestimmten Ort, ein weiteres mit einem anderen Ort, so dass ein Pfad entsteht, den man sich ebenfalls gut merken kann. In der “Loci-Methode” baut man sich also Pfade die einem dabei helfen, sich ein Faktenkonstrukt zu merken. Beispiele aus der Geschichte gehen dabei z.B. besonders gut.

Der “Gedächtnispalast” baut auf einer lokalen Begebenheit auf, in der man die Pfade kombiniert. So kann man sich z.B. einen richtigen Palast vorstellen, in dem jeder Gang eine andere Geschichte erzählt. Nun muss hier allerdings berücksichtigt werden, dass im allgemeinen Orte besser dafür funktionieren, wenn man diese auch wirklich kennt. So merkte ich mir die Mannschaft zur WM 2014, in dem ich mir in Gedanken bestimmte Bilder in einem mir bekannte Raum platzierte.

Den Anfang machte ein braunes Boot auf dem zwei Zahlen standen. Die “2” und die “0” passten aber nur gerade so auf das kleine Böötchen. Die “20” stand also auf einem “Boat” – “eng”. Daraus abgeleitet hatte Gernome Boateng die Nummer 20 und ich erkannte ihn auf dem Spielfeld. So merkte ich mir alle Spieler der Kader. Da die Fakten ab und zu mal aktiv abgelaufen werden müssen, kann ich nicht mehr alle Spieler. Die meisten weiß allerdings noch.

Meine Bilder funktionieren natürlich nur bei mir. Die Herausforderung an dem Ganzen ist schnell genug ein Bild zu konstruieren. Das erfordert Übung und ich bin selbst noch lange nicht richtig gut. Aber ich möchte auch kein Gedächtnissportler werden, sondern wie gesagt, nur eine Schwäche minimieren.

Ich habe mich für einen “Fantasiepalast” entschieden. Das ist etwas schwieriger zum Start, allerdings einfacher wenn er “wächst”. Mein kleiner “Gedächtnispalast” hat mittlerweile 22 Räume mit unterschiedlichen Anzahlen an Fakten. Das hilft mir zunächst nicht morgen früh daran zu denken den Müll raus zu bringen, aber meine Hilfsmittel nutze ich immer weniger. Mir macht es Spaß mir bestimmte Fakten zu merken. Wenn Ihr ähnliche Probleme habt hilft euch das vielleicht auch.