Über Higgs-,Gottes- und Puddingteilchen – Die Erklärung für Nicht-Nerds

Jedes Mal wenn jemand “Gottesteilchen” sagt, verliert ein Physiker seine Flügel – oder so ähnlich. Der Nerd springt darauf nicht an, weil er weiß, dass es keine “Gottesteilchen” gibt. Was soll das bitte sein? Eine Schuppe Gottes? Der Nicht-Nerd, auch als Otto-Normal-Bürger bezeichnet, steigt aber aus sobald man erklärt das Gottesteilchen wäre eigentlich ein Higgsteilchen. Also reden wir stattdessen lieber über Puddingteilchen, welche einfach unglaublich “leicht” wären, würden Sie keine Higgsteilchen enthalten.

Das Puddingteilchen besteht aus Atomen, welche ihrerseits aus Quarks bestehen. Diese Quarks wiegen aber nichts was heißen würde unser Puddingteilchen wäre leicht wie eine Feder. Da dieses aber, nach Blick auf meine Hüften, nicht so ist muss es etwas geben was diesen sog. Quarks Masse (Schwere) verleiht. Das Teilchen, welches diese Schwere bewirken soll hat Peter Higgs das erste Mal in den 60ern beschrieben, weswegen es Higgsteilchen genannt wurde.

Der Grund warum unser Puddingteilchen Higgsteilchen nun in aller Munde ist, ist der Tatsache geschuldet das man nun ein statistische Wahrscheinlichkeit über seine Existenz errechnet hat. Man kann es nicht sehen und trotzdem muss es da sein. Das ist in etwa so als würde man die Anwesenheit von heißer Luft anhand von Brandblasen nachweisen – Man weiß das Sie da war, gesehen hat man sie aber nicht.

Da sich jetzt schon nach meiner Erklärung einige Physiker im Grabe umdrehen, lasse ich sie noch einmal zu Wort kommen. In 10 Minuten wird das Higgs-Teilchen wesentlich besser erklärt als ich es könnte.



Der Nerd, der übers Wasser lief…

Wir alle wissen, wenn ich in eine Pfütze trete, wird mein Fuss nass… Alles Füsse? Nein ein paar Füße, welche sich an diversen Forschern befinden haben nicht etwas den Gummistiefel erfunden, sondern Flüssigkeiten entwickelt welche sich aufgrund eine anderen Viskosität nicht um den Fuss wickeln wenn man schnell Energie zufügt. Das heißt, umso stärker man in die Flüssigkeit haut desto fester wird sie um dann sofort wieder extrem flüssig zu werden.

Das newtonschen Fluid widerspricht rein physikalisch nicht dem newtonschen Elementargesetz der Zähigkeitsreibung. BACON (ein Klub aus Nerds) hat ein solch ein Fluid entwickelt. Oobleck nennt sich das Fluid, welches im Wesentlichen aus Wasser und Stärkemehl besteht, und in ein Behältnis geschüttet wurde um dann darüber zu laufen.

 

 

 

 

 

Stephen Hawking

Was keiner meiner Lehrer während meiner Schulzeit geschafft habt, schaffte er mit nur wenigen Seiten. Stephen Hawking ist einer der klügsten Köpfe unserer Zeit. Er begeisterte mich für Physik. In einer Dokumentation die ich vor Jahren geguckt habe, wurde auf das Buch “Eine kurze Geschichte der Zeit” [kein Afflink], verwiesen. Ich war schon immer ein Science-Fiction-Fan und so interessierte mich damals, ob Zeitreisen möglich sein könnten oder nicht.

Nähere Bekannte und Verwandte waren stets der Meinung, Zeitreisen könne es nicht geben. Ich wollte es aber genauer wissen und erinnerte mich wieder an das bereits erwähnte Buch von Stephen Hawking, der interessanter Weise ALS hat und einen Sprachcomputer via Wangenmuskel steuert. [Auszug aus der Wikipedia: Inzwischen ist seine Hand zu schwach dafür. Deshalb hat er nun einen Infrarotsensor an seiner Brille, der durch ein Kabel mit dem Sprachcomputer verbunden ist. Der Sensor sendet einen Infrarotstrahl aus, der unterschiedlich reflektiert wird, je nachdem, ob Hawking seinen rechten Wangenmuskel anspannt. Dadurch wird der Schalter ausgelöst und eine Auswahl auf dem Bildschirm bestätigt.]

Ich kaufte das Buch, dass damals auch bereits 9,95 € gekostet hatte, und fing an zu lesen. Beeindruckend für mich war die Vorstellung, dass es Zeit, so wie ich sie mir vorstellte, garnicht gab, sondern stehts vom Raum abhängig war. Bei der “Raumzeit” verhält sich z.B. Gravitation wie ein Tuch, welches sich durch das “Gewicht” (als Symbolik für die Masse des Planeten) der Erdkugel wölbt.

CC: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Spacetime_curvature.png

Wir Menschen rutschen also durch das Gewicht der Kugel an dessen Rand herunter. Dieser “Rutschvorgang” ist Gravitation. Wenn ihr nun wissen wollt, was das alles mit Zeitreisen zu tun hat empfehle ich dringend das Buch zu lesen. Es ist sehr einfach geschrieben und so richtig haarig wird es erst in den letzten Kapiteln.

Physik hält jedenfalls mehr für uns bereit als die Experimente mit Strom aus meiner Kindheit. Natürlich ist dieses Wissen wichtig, aber erst die Dinge, die ich mir später selbst angeeignet habe haben mich begeistert.