Vernetzungstheorie zu Monetarisierung

Wenn man mehr oder weniger von Null anfängt, wie es bei mir der Fall ist, dauert es natürlich bis man dem entsprechenden Besucherzahlen hat. Natürlich helfen hier die Trackbacks in den Kommentaren größerer Blogs. Allerdings finde ich Projekte, die viele kleine Blogger mit einander vernetzen, noch interessanter, weil man als Blogger die großen Blogs bereits kennt, aber die kleinen, die vielleicht genauso interessant sind kennt man nicht. Aber kann man die Vernetzung von vielen Blogs auch zum verdienen von Geld nutzen?

Diese Idee der Vernetzung hatten schon andere, z.B. die Spreeblickgründer und Sascha Lobo. Sie haben mit AdNation ein Netzwerk von Blogs gegründet, um in Gesamtheit einen Ansprechpartner für Werbung zu darzustellen. Leider ist hier die Tür für kleinere Blogger noch geschlossen, was angesichts der Tatsache, dass die größeren Blogs bereits rentabel laufen, etwas schade ist. Ebenso hatte AdNation in der Vergangenheit Probleme mit der Frage, welche Zielgruppe auf den angebundenen Blogs erreicht wird. Vielleicht sollte man diese Idee vielleicht noch folgendermaßen weiter entwickeln.

Nehmen wir an, man hätte 200-500 vernetze Blogs und dementsprechende Seitenaufrufe sowie Nutzerzahlen. Der erste Frage von Unternehmen ist an dieser Stelle:” Erreiche ich damit auch meine Zielgruppe?” Um diese Frage vorweg zu nehmen könnte man auf diesen Blogs Umfragen durchführen und konkrete Kategorien einrichten. Die Fragen könnten folgendermaßen aussehen:

  • Wie alt bist du? 6-15, 16-25, 26-35, 35-45 usw.
  • Bist du männlich oder weiblich
  • Welche Themengebiete interessieren dich: Technologie, Unterhaltung, Lifestyle, Internet, Entwicklung, Spiele etc.
  • Mindestens 10-12 Kategorien

Anhand dieser Umfragen könnte man seine Nutzerzahlen konkretisieren und in diese in Kategorien einordnen. Somit kann, mit der Menge an Blogs, themenspezifische Werbung angeboten werden. Bsp.: Werbekunde Esprit dürfte in den Gruppen:”Weiblich, 16-25 Jahre alt, Lifestyle” sicherlich schon richtig sein. Natürlich können Befragte lügen, aber ich denke der größte Anteil der Befragten wird das vermutlich nicht tun, da die Teilnahme freiwillig sein müßte.

Also, was braucht man nun dafür? – Vorweg: Viel Zeit!

  • Ein Analysetool, dass die Seitenaufrufe und Besucher nach Kategorien für alle vernetzen Blogs darstellen kann.
  • Ein Bannertool, welches die Blogs mit dieser Werbung befüttern kann
  • Ein Umfragetool, welches möglichst auf allen Blogs gleich ist
  • Genügend Blogs die mitmachen um eine entsprechende Reichweite zu generieren
  • Eine Firmenstruktur für die Abrechnung, Organisation und Marketing
  • Einen, der den Unternehmen die Werbekampagnen verkauft
  • Die vernetzten Blogs bräuchten einheitliche Bannerplätze
  • …und ein paar Köpfe, die die Idee weiter entwickeln

Man würde nun den Werbekunden nur noch Themengebiete und daraus die Besucherzahlen verkaufen. Dem Werbekunden kann es an dieser Stelle vollkommen egal sein, auf welchen Blogs er vertreten ist solange er nur bestimmte Werte in seiner Zielgruppe erreicht.

Gegebenenfalls muss die Idee natürlich noch weiter entwickelt werden und ebenso fraglich ist natürlich wieviel der einzelne Blogger damit verdienen kann, denn der Umsatz muss natürlich aufgrund der Reichweite aufgeteilt werden.

Was denkt ihr?

Eine Antwort auf „Vernetzungstheorie zu Monetarisierung“

  1. Hallo und erst einmal herzlichen Dank für deinen Artikel und die Nennung von meinem Blog. Ich glaube du bist von der Theorie her genau da wo sich viele Blogger befinden. Meine Aktion mit den kostenlosen Links ist auch sehr gut angelaufen auch dank solchen Artikeln wie deinem hier. Bei der durchschnittlichen Betrachtung ist es alles Super, doch sage ich dir aus Erfahrung, das sich trotz 50 Domains die Kosten nicht tragen bei mir. Auf Blogger World habe ich sehr gute Besucherzahlen, doch liegt der Augenmerk nicht auf Verdienst sondern auf Netzwerk. Sollte man 12 Kategorien haben, müsste man 12 Authoren dafür bemühen. Es ist alleine kaum noch zu schaffen. Geht man jetzt von einem täglichen verdienst von 12 Euro und das ist für den Anfang hoch aus bekommt jeder Author im Jahr 365 Euro und das gebrochen durch die Zeit. Ich hoffe die Problematik stellt sich klar und wir alle hoffen auf ein wenig Geld. Wenn wenigstens die Unkosten reinkommen. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog und ich komme nochmal auf dich zu.

    Viele Grüße
    Thomas

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