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Ich brauche keine digitale Unabhängigkeit – oder vielleicht doch?

„Ach – und ich habe auch nichts zu verheimlichen oder zu verlieren„.

Das sagt so ziemlich jeder. Die Wahrheit ist, wir haben alle viel zu verlieren. Es sind komische Zeiten, in denen Länder andere Länder übernehmen wollen und Daten zu Waffen werden. Wenn Du glaubst, dass das für Dich nicht relevant ist…

Hier ein paar Beispiele:

1. Deine Daten sind nicht deine Daten. Die USA können über den CLOUD Act jederzeit auf deine E-Mails, Fotos oder Dokumente zugreifen – selbst wenn sie auf EU-Servern liegen. 

2. Du wirst manipuliert – ohne es zu merken. Algorithmen entscheiden, was du auf Instagram, TikTok oder Google siehst – und könnten dich manipulieren ohne das du es merkst. Die Algorithmen werden übrigens von den – Unternehmen gesteuert, die wiederum die Nähe zu aufgezwungen bekommen.

3. Deine Tools können morgen einfach weg sein. Die USA haben bereits Dienste für ganze Länder abgeschaltet. Nutzt du Google Docs oder iCloud Fotos? Ein politischer Konflikt – und deine Daten können morgen weg sein.

4. Du finanzierst Monopole – und hast keine echte Wahl. Je mehr wir Google, Apple oder Meta nutzen, desto weniger europäische oder deutsche Alternativen gibt es. Es gibt deutlich mehr Leute die ChatGPT nutzen als LeChat (die französische Alternative).

5. Deine Kosten steigen – ohne dass du es verstehst. Die USA könnten Zölle auf EU-Datenexporte erheben – wie 2025 bei Stahl (15 %). Beispiel: Seit August 2025 gelten neue US-Zölle auf Halbleiter und Cloud-Dienste (bis 25 %). Folgen: Deine Kino-Tickets oder Online-Käufe werden teurer, weil Daten nicht mehr frei zwischen EU und USA fließen.

Ich erarbeite für mich aktuell Lösungen für diese Probleme. Manche sind einfach, andere schwer zu lösen. Unbequem ist es immer, den wir haben es uns sehr gemütlich bei den – Unternehmen gemacht.


Aber das ist alles so umständlich!? Ja, stimmt. Bequemlichkeit ist der größte Feind. 

  1. Du musst nicht alles auf einmal ändern. Ein Messenger, eine Suchmaschine, ein E-Mail-Anbieter – das reicht für den Anfang.
  2. Es gibt mittelfristige Vorteile: Weniger Tracking, mehr Privatsphäre, oft sogar bessere Funktionen.
  3. Du bist nicht allein. Initiativen wie der (Digital Independence Day) helfen dabei den Umstieg zu erleichtern. Ich hatte hier schon was dazu geschrieben. Am z.B. nimmt man sich vor, am ersten Sonntag des Montags eine Sache zu ändern und damit zu prahlen.

Meine Schritte:

  1. Was lokal (also auf meinem Computer) laufen kann, läuft künftig lokal.
  2. Was nicht lokal laufen kann läuft in Deutschland. Wenn das nicht geht in der EU.
  3. Überall wo es europäische Alternativen gibt, nutze ich die anstatt der US-Unternehmen.

Wer Hilfe braucht oder Ideen, kann hier lesen kommen. Ich habe schon vor hier ein paar Dinge aufzuarbeiten. Natürlich könnt ihr auch direkt schreiben:

Wichtig ist – anfangen!

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