Der Weg und das Kiel

Manchmal wird mir die Verantwortung und Ehre zu Teil, meinen geregelten Lebensablauf gegen eine Mischung aus netzwerken und arbeiten mit einer Prise Freizeit zu tauschen. Es war ein Wochenende der Schlagworte. “Schwedenkai”, “Projekt”, “Magic Color”, “Scouten” und “Pitchen”. Das Reiseinstrument der Wahl, war mein treuer, geschäftlich orientierter Franzose mit dem glänzenden Löwen. Er beherbergte mich, nebst diversem Gepäck, und einem neu erworbenen Thermo-Kaffeebecher, der an diesem nassen Morgen mein bester Freund war. Immer wieder suggerierte mir mein Körper einen Gedanken: “Ich will mich noch einmal rumdrehen”. Praktischer Weise wurde er mehr und mehr von einer heißen koffeinhaltigen Flüssigkeit in die Schranken gewiesen.

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Bauer-Sucht

Ja, ein gewöhnlicher Montag Abend. 12 herrliche Stunden in der Berufung mit anschliessender Berieselung durch einen äußerst schmackhaften Mate-Tee und diesem merkwürdigen Fernsehformat. Mehrere Synapsen schreien: “Netflix!!! Netflix!!!”, andere wiederum flüstern “Breaking News – nimm den Kindle” – aber nein, meine passive Entscheidung lag zu Gunsten von 100 Ziegen und einer ausführlichen Erklärung eines nicht näher genannten Besamungsprozesses.

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Chillen n´Chili

Es war so ca. vor 12 Monaten, als ich mir sagte: “So, lieber Freund kann es nicht weitergehen”. Meine Gelenke muteten an, die Flexibilität und Geschmeidigkeit von Schmirgelpapier zu imitieren. Ja, der Bewegungsapparat war wohl etwas in Aktivität zu versetzen. Ganze 12 Monate später ist die Unförmigkeit auf einem Level, welche mein Spiegel mit ironischen Lachem interpretierte. Die Bücher der Achtsamkeit im Hinterkopf aufbewahrend, beschloss ich meinen Alltag etwas stärker zu fokussieren.

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Von Arabern, die Haare schneiden

Die wallende Mähne meines Haupthaares mutete sich an, so langsam zu einem MacGyver-Gedächnis-Look zu werden. Angstzustände kamen mir bei der Vorstellung, in der Innenstadt als “Popper” angepöbelt zu werden. So konnte es nicht weiter gehen. Michael Knight musste sterben und zu James Bond werden – zumindest im Haaransatz. So führte mich mein Weg in den Billig-Friseur-Ketten-Laden der Wahl, mit dem ich immer zufrieden war. Nein, das sollte keine Diskriminierung des Friseur-Handwerks sein – im Gegenteil. Eher möchte ich eine Lanze für manche “Billigketten” brechen, welche durch aus in einen solch eingerichteten Olymp der Hairstylisten gehören.

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Der Nerd, der nicht auf Malle war [Reisebericht]

Unsere Geschichte beginnt, so soll es auch sein, beim Anbeginn eines neuen Lebensabschnitts. So gab es ein “JA” zu diesem und einen Euphorie-Cocktail als Start in den Urlaub. Die anstehenden Tage sollten der Entspannung und Zweisamkeit gehören und das taten Sie auch, dank der Lufthansa, die nur “lange Strecken” bestreikte. Verspätung gab es trotzdem. Ein wichtiges Teil sei kaputt gewesen… Das will man hören….

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Der Nerd in den Bergen [Reisebericht]

Sagen wir einfach ich hatte, wie auch der Rest der der Selbsthilfegruppe, anspruchsvolle aber großartige Tage hinter mir und freute mich sehr auf ein paar erholsame Tage. Die Mitglieder der “anonymen Arbeitssüchtigen” und ich starteten also mitten in der Nacht mit der Vermutung, wir seien allein auf der Autobahn. Dem war nicht so. In mir reifte die Erkenntnis, dass der katastrophale Verkehrskollaps nur durch die Tatsache ausbleibt, dass sich der Verkehr nun auf 24 Stunden verteilt.

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Der Weg zum besseren Gedächtnis

Ich hasse Schwächen, zumindest bei mir. Seit einigen Jahren stört es mich aber so sehr, dass ich versuche aus den Schwächen Stärken zu machen.

Kollegen, Mitarbeiter und Vorgesetzte wussten das von mir. Ich bin vergesslich. Nicht so vergesslich wie der Professor “Hastig” aus der Sesamstrasse, aber nah dran. Nun kann man sich vieles aufschreiben, aber eben auch nicht alles. Ich baute mir ein kleines Netz aus digitalen Hilfsmitteln. Das funktioniert für mich seit Jahren. Todo und Notizapps rauf und runter. Allerdings benötige ich immer meine Spielsachen – Das störte mich.

Vor ca. 2 Jahren hörte ich das erste Mal von Memotechniken, also Techniken die einem helfen sollen sich systematisch bestimmte Fakten zu merken. Viele dieser Techniken basieren darauf, dass man sich Bilder besser merken kann als Worte. Das Bild muss lediglich besonders sein bzw. “abgedreht”. Lustiger Weise kann ich mich tatsächlich an das erste Beispiel erinnern. Ein Kochlöffel der durch einen Fernseher gestochen ist. Wenn die Daten einen Bezug auf einen Fakt haben, den ich mir versuche zu merken, klappt das schon recht gut. Wenn ich einkaufen gehen wollte und Milch, Brot und Marmelade merken wollte, stellte ich mir mich vor. Einmal in Milch badend, einmal auf einem riesigen Brot springend und in einer riesigen Marmeladenschüssel sitzend.

Mit dieser Methode kann man sich also Fakten bzw. Begriffe merken. Irgendwann sah ich eine Krimiserie, in der ein sog. Gedächtnispalast erklärt wurde. Der Protagonist konnte sich unglaublich viele Fakten merken. Dieses ist nur eine Erweiterung der Bildermethode. Man verknüpft jedes verrückte Bild nur mit einem bestimmten Ort, ein weiteres mit einem anderen Ort, so dass ein Pfad entsteht, den man sich ebenfalls gut merken kann. In der “Loci-Methode” baut man sich also Pfade die einem dabei helfen, sich ein Faktenkonstrukt zu merken. Beispiele aus der Geschichte gehen dabei z.B. besonders gut.

Der “Gedächtnispalast” baut auf einer lokalen Begebenheit auf, in der man die Pfade kombiniert. So kann man sich z.B. einen richtigen Palast vorstellen, in dem jeder Gang eine andere Geschichte erzählt. Nun muss hier allerdings berücksichtigt werden, dass im allgemeinen Orte besser dafür funktionieren, wenn man diese auch wirklich kennt. So merkte ich mir die Mannschaft zur WM 2014, in dem ich mir in Gedanken bestimmte Bilder in einem mir bekannte Raum platzierte.

Den Anfang machte ein braunes Boot auf dem zwei Zahlen standen. Die “2” und die “0” passten aber nur gerade so auf das kleine Böötchen. Die “20” stand also auf einem “Boat” – “eng”. Daraus abgeleitet hatte Gernome Boateng die Nummer 20 und ich erkannte ihn auf dem Spielfeld. So merkte ich mir alle Spieler der Kader. Da die Fakten ab und zu mal aktiv abgelaufen werden müssen, kann ich nicht mehr alle Spieler. Die meisten weiß allerdings noch.

Meine Bilder funktionieren natürlich nur bei mir. Die Herausforderung an dem Ganzen ist schnell genug ein Bild zu konstruieren. Das erfordert Übung und ich bin selbst noch lange nicht richtig gut. Aber ich möchte auch kein Gedächtnissportler werden, sondern wie gesagt, nur eine Schwäche minimieren.

Ich habe mich für einen “Fantasiepalast” entschieden. Das ist etwas schwieriger zum Start, allerdings einfacher wenn er “wächst”. Mein kleiner “Gedächtnispalast” hat mittlerweile 22 Räume mit unterschiedlichen Anzahlen an Fakten. Das hilft mir zunächst nicht morgen früh daran zu denken den Müll raus zu bringen, aber meine Hilfsmittel nutze ich immer weniger. Mir macht es Spaß mir bestimmte Fakten zu merken. Wenn Ihr ähnliche Probleme habt hilft euch das vielleicht auch.

Was uns zusammen bringt…

Große Stürme, Asteroideneinschläge, ärztliche Befunde, Revolution und Menschenrechtsverletzungen. Manchmal passieren schlimme Dinge. Es ist schade, dass wir meist erst dann näher aufmerksam werden, wenn solche Einschnitte im Leben geschehen. Das folgende Video zeigt einen anderen Jahresrückblick und erinnert uns so kurz vor Weihnachten daran, dass nicht erst etwas schlimmes passieren muss um näher zusammen zu rücken!

Duckmäusertum im deutschen Bundestag!

Gregor Gysi (Die Linke) hat im Bundestag am 18.11.2013 über Deutschlands Nicht-Souveränität und den NSA-Skandal gesprochen. Damit hat er der Regierung und dem BND deutlich auf die Füße getreten. Er ist das „Duckmäusertum sowas von leid!”. Das sollte man sich angucken!

Nebenbei gesagt, ganz unrecht hat er nicht ;)…

via

Highway to hell

So, heute ist Wahlsonntag und irgendwie erschien mir das Video passend. Da ich in der Werbung arbeite, weiß ich was die Männer in diesen Beitrag gelockt hat. Frauen sind vermutlich ebenfalls schockiert deswegen hängen geblieben.

Wie dem auch sei… Guten Morgen und geht wählen!!! 😉

Nette Idee… Phonebloks

Die Idee ist prinzipiell nicht schlecht. Man nehme eine Steckplatine und stecke einfach nur die Komponenten darauf die man auf dem Smartphone benötigt.

Der eine braucht LTE um seine Cloud zu bestücken und der andere nimmt lieber ordentlich Speicherplatz mit. Gute Kamera oder lieber fette Lautsprecher? Alles kein Problem… Und für die Umwelt ist es auch noch gut… 🙂

Letzteres ist aber einer der Knackpunkte. Kein Mensch interessiert sich für die Umwelt. Schon gar nicht, zu Gunsten eines Mobiltelefons das auf Lego basiert 😀 . Schließlich interessiert jetzt auch schon niemanden unter welchen Bedingungen die jetzigen Smartphones hergestellt werden.

Ich bin ja ungern der Spielverderber, aber allein in Sachen Stabilität würde das Ding eine Katastrophe werden.

Das weitere Problem ist, dass Niemand ™ ein Kamerateil für 30€ verkaufen wird, wenn er auch ein Smartphone für 400€ verkaufen kann.

In diesem Sinne hoffe ich mich zu irren und verbleibe 😉

Gedankengut – Netzartig schließen?

Manchmal denke ich, es ist besser Netzartig zu schließen. Ich meine, natürlich schmeiße ich all dieses Gedankengut nicht weg, aber es ist nicht so, dass „Netzartig“ sich als Marke irgendwo festgesetzt hätte. Ich erwäge also, dieses innerhalb einer Profilseite weiter zu führen.

Ich spiele schon länger damit all das was ich im Netz tue mal auf einer zu kumulieren und sträube mich aber noch etwas die Domain Netzartig.org aufzugeben.

Gibt es jemanden der gute Argumente hat dieses nicht zu tun?

Warum die Telekom nicht mit der DSL-Drosselung durchkommen darf!

Wie die meisten mittlerweile mitbekommen haben, möchte die Telekom Volumenbegrenzungen in Ihren DSL-Tarifen einführen, was derzeit sehr viel Unruhe bei der Netzgemeinde verursacht. Nun hört man oft. „Wieso, ich muss doch den Tarif nicht buchen, außerdem reicht mir das bestimmt?“. Nein, wird es nicht! Mir und vielen anderen jedenfalls nicht. Und euch vielleicht auch nicht. Habt Ihr denn Videotelefonie, Filme online leihen oder ansehen etc. alles berücksichtigt? Woher wisst Ihr wieviele Transfervolumen Ihr in Zukuft brauchen werdet?

Wir müssen kämpfen. Denn wenn die Telekom damit durchkommt übernehmen es die übrigen Provider auch. Der Trend geht aber, selbst wenn die meisten noch unter den besagten Volumenen stehen, zu mehr Nutzung der Bandbreiten. Streamingdienste wie Watchever oder Spotify sind erst der Anfang. Das hemmt aber nicht nur uns Nutzer, sondern bremst viel mehr den Fortschritt der Netzdienste. Das ist nicht nur gefährlich, sondern verursacht wirtschaftlichen Schaden!

Die aktuellen DSL-Tarife zu kündigen macht aber keinen Sinn, weil es ja nur die neuen Tarife der Telekom betrifft. Das ist auch der Grund, warum dieses durch die Telekom nicht als Problem erkannt werden kann. Niemand wird nun seinen DSL-Anschluss kündigen aufgrund der Angst dann einen Tarif mit Drosselung nehmen zu müssen. Da die Telekom aber einen Erfolg oder Misserfolg genau an diesen Kündigen misst, wird dieses ein Erfolg für die Telekom werden. Andere Provider werden dieses darauf hin ebenfalls einführen. Also was können wir tun? Böse Briefe schreiben hilft, die Hotline anrufen (ist ja schliesslich kostenlos) und sich über die Pläne beschweren. Ich persönlich werde dem Brief noch etwas Würze verleihen.

Ich spiele mit dem Gedanken, meinen Telekom-Mobilefunkvertrag (known as T-Mobile) zu kündigen und in die Begründung „Netzunverständnis und eure künftigen DSL-Verträge“ zu schreiben. Der Vertrag ist mir eh zu teuer. Das ich Ende des Jahres ein neues iPhone brauchen werde kann ich mir ebenfalls gerade nicht vorstellen. Und selbst wenn – Man kann es sich auch direkt bei Apple kaufen 😉 .

 

 

 

Herzlich willkommen liebe Randgruppe. Google hat uns befreit!

Seit 10 Jahren erzähle ich den Menschen wie toll ich Google finde. Der Deal war schon ewig relativ simpel. Ihr gebt mir die Tools und ich lasse mir Werbung einblenden – und beide sind glücklich. Google schaffte es wirklich oft mir interessante Werbung anzuzeigen, schliesslich bekommen Sie die Informationen bei mir aus so vielen Quellen, dass Sie mittlerweile eine relativ detaillierte Ahnung davon haben sollten, womit ich mich gern beschäftige.

Die wichtigsten Dienste waren Googlemail, Google Kalender, Google Reader und Picasa als Archiv für Fotos. Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass ich „waren“ geschrieben habe, denn Google hat sich mir gegenüber mit äußerst fraglichen Aktionen ausgezeichnet. Das meine Fotos aus Picasa auf einmal bei Google+ landen, fand ich schon eine Sauerei. Ich weiß, diese waren nicht öffentlich und streng genommen ist es verwandter Speicherplatz und so weiter. Nur die gefühlte Nähe zu Öffentlichkeit lies mich dennoch Gänsehaut bekommen. Gefühlt fing das alles auch mit der Einführung von Google+ an. Ein soziales Netzwerk von Google? Warum? Ganz einfach. Google hat den Trend durchaus richtig erkannt. Kein Schwein interessiert sich für Blogs. Ja okay „wir“ schon. Aber von 100 nachwachsenden Jugendlichen sind mittlerweile 98 bei Facebook oder Twitter, ca. 15 Jugendliche wissen was ein Blog ist um sich zu fragen was das eigentlich soll. 2 davon sind Nerds, die den anderen 15 Ihren Block gezeigt haben. Wenn man diese Jugendlichen nun fragt ob Sie wissen was RSS oder ein Feedreader ist, bekommt man nur noch Achselzucken. Zugegeben – bei Google+ sind sie auch nicht, aber das zählt nur indirekt. Wenn Ihr dieser Gruppe angehört – Herzlich Willkommen – Super – Ihr seid Randgruppe!

Google möchte nun innerhalb eines internen Hausputzes also den Google Reader, welchen ich täglich zum Konsum meine Information nutze, abschalten. Das Problem hat Google ja, wie eben beschrieben, durchaus richtig erkannt. Nur, ist RSS eine unabhängige Technologie. Es gibt duzende Feedreader da draußen. Was machen die besagten Jugendlichen, wenn eines Tages Google+ oder Facebook oder Twitter weg sind? Glaubt Ihr nicht? Siehe AOL, MeinVZ, StudiVZ, auch irgendwie ICQ, und und und…

Das Google den Reader aufgibt ist viel mehr ein Statement gegen das freie Netz und torpediert mein Vertrauen. Ich wage einen verhältnismäßig krassen Schritt. Ich kehre Google den Rücken obwohl ich wirklich viele Dienste jeden Tag nutze und mir was fehlen wird, denn Google mag hier einen für sich richtigen Schritt machen. Google interessiert sich scheinbar nicht mehr für Blogger und Blogleser, weil wir vielleicht eh nur Randgruppe sind. Aber, liebe Googler, diese Randgruppe ist sauer.

Nach einigen wenigen Tagen muss ich sagen, dass die Ankündigung von Google viel Gutes mit sich bringt. Nach der Ankündigung habe ich nach Alternativen zum Google Reader gesucht und Feedly gefunden, welche derzeit noch die Anmeldung über den Google Reader machen und bei der Abschaltung des Readers auf Ihr eigenes System (für die Profis unter euch – die geklonte Google Reader – API) setzen. Es gibt sehr schöne Plugins für die üblichen Browser und auch Apps für IOS und Android. Auch für Kalender und die übrigen Tools gibt es nette Alternativen, die ich hoffentlich noch vorstellen werde. Das Netz ist in Unruhe, es werden Alternativen gebaut und Dienste erweitert. Die besagte Randgruppe kämpft um Ihr freies Netz, lernt was ein Feedreader ist, und die alten Hasen, kündigen bei Google erstmal und zeigen dem Nachwuchs noch einmal was Blogs sind.

Willkommen in der Freiheit Freunde!